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Aktuelles

Hochwasserschutz - Mauer fertiggestellt

Knapp zwei Wochen früher als geplant wurde die Hochwasserschutzwand entlang der Fils an der Hausener Straße fertiggestellt. Trotz erster Anfangsschwierigkeiten beim Setzen der Mauerteile Anfang Juli 2017 konnte die beauftrage Firma den Zeitplan einhalten. Bis zu 18 m Mauer wurden pro Tag gesetzt und  betoniert. Im letzten Bauabschnitt musste eine in den alten Deich integrierte Garage berücksichtigt werden und die Mauer wurde im Millimeterabstand zur Garage gesetzt. Aber auch das gelang problemlos.

Die Mauer ersetzt nun den beim Hochwasser 2013 stark beschädigten, abbruchreifen Damm entlang der Hausener Straße. Die Gefahr, dass der Damm bei einem erneuten Hochwasser bricht und so die Ortsmitte von Bad Überkingen überflutet, ist nun gebannt.

So konnte der nächste Schritt zu einem funktionierenden Hochwasserschutz in unserer Gemeinde erfolgreich abgeschlossen werden.

In den nächsten Wochen wird nun eine Steinschüttung am Fuß der Mauer eingebaut um das Fundament zu schützen. Auch das Filsufer an der Seite des TSV-Platzes wird nun modelliert und bepflanzt. Es entstehen hier auch Inseln und Flachwasserbereiche entlang der Fils um das Gewässer vom neuen Pflegeweg aus erlebbar zu gestalten.

Spatenstich zum Hochwasserschutz am 3.03.2017

Historischer Moment für die Gemeinde

Am 3.3.2017 waren Bürgerinnen und Bürger sowie Ehrengäste zum Spatenstich zum Auftakt der Hochwasserschutzmaßnahme Fils durch Bad Überkingen auf das TSV-Gelände geladen.

Bereits im Vorfeld waren seit Mitte Februar die ersten Baumaßnahmen auf dem Gelände sichtbar geworden.

Bürgermeister Heim begrüßte die knapp 70 Bürgerinnen und Bürger sowie Gemeinderäte und Gäste, die zum Spatenstich gekommen waren. Auch die Landtagsabgeordnete Nicole Razavi (CDU), Alexander Maier (Grüne) sowie der Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Dr. Andre Baumann (Grüne), waren zum Termin erschienen.
 
Für Bürgermeister Heim ist das Wasser schon immer mit der Geschichte der Gemeinde verbunden. Sei es durch das Thermalwasser, den Brunnenbetrieb oder durch die Fils und ihre Zuflüsse. Wasser ist in Bad Überkingen ein besonderes Thema - auch auf die Hochwasserereignisse in den letzten 100 Jahren ging Heim ein. Sechs schwere Hochwasser trafen die Gemeinde seit 1919, drei davon in den letzten zwanzig Jahren.

Durch Bausünden im vorigen Jahrzehnt wurde die Fils in ein Korsett aus  „Stahl, Steinen und Beton gezwungen und mit Dämmen aufgeschüttet. Die Folge: Der Fluss wurde zur „unsichtbaren Gefahrenquelle“, die letzte Naturgewalt entlud sich dabei 2013. Etliche Haushalte  waren von den Wassermassen betroffen. Der Damm in der Ortsmitte konnte nur durch 25 000 Sandsäcke stabilisiert werden. Hier dankte der Schultes ausdrücklich den Helfern.

Dieses Ereignis mit seinem Millionenschaden habe endgültig gezeigt, „dass wir einen effektiven Hochwasserschutz brauchen“, so der Bürgermeister.

In den vergangenen drei Jahren habe man ein planerisches Konzept erarbeitet und mit Fachbehörden und Beteiligten abgestimmt, auch der wichtige Zuschuss in Höhe von 1,2 Mio € konnte durch das gute Konzept und viele Gespräche erlangt werden, so dass nun mit dem Bau begonnen werden kann.

Mit der Einbindung der Sportanlage des TSV, eines Weges entlang der Fils und einer offenen naturnah gestalteten Uferpromenade, ist die Maßnahme auch eine Aufwertung für das gesamte Ortsbild.

Den „natürlichen grünen Hochwasserschutz“ griff Staatssekretär Andre Baumann in seiner Rede auf. „Ein gutes Ökosystem kann im Ernstfall Wasser wie ein Schwamm aufsaugen.“ Deshalb begrüße er die Entscheidung, dem Fluss wieder etwas mehr Raum zu geben. Gerade der Mix aus natürlichem und technischem Hochwasserschutz, wie ihn die Bad Überkinger praktizieren wollen, könne die Situation vor Ort deutlich entschärfen  Der Hochwasserschutz sei jedoch für ein 50-jähriges Hochwasserereignis ausgelegt. Die Kosten für den ersten Bauabschnitt bezifferte der Staatssekretär auf 1,8 Millionen Euro, davon zahlt das Land 1,25 Millionen Euro. Die Gesamtmaßnahme ist mit knapp 5 Mio € veranschlagt. Der Staatssekretär lobte die vorausschauenden Planungen und das Konzept, das Gemeinderat und Bürgermeister zusammen mit den Ingenieuren erarbeitet haben als richtig und zukunftsweisend.

Die Landtagsabgeordnete Nicole Razavi erinnerte an die Flutkatastrophe vor knapp vier Jahren. Damals war sie in Wiesensteig unterwegs gewesen, als ihr das Wasser in die Gummistiefel drang –„von oben hinein.“ Dabei sei ihr klar geworden, wie wichtig ein effektiver Hochwasserschutz sei. Deshalb begrüße sie den jetzigen Einstieg in die Baumaßnahmen. Das ist ein erster und wichtiger Schritt für Bad Überkingen.

Bürgerversammlung am 1.07.2015 zum Thema "Hochwasserschutzmaßnahmen"

Bürgerversammlung am 1.07.2015

Trotz hochsommerlicher Temperaturen waren am Mittwoch, dem 1.07.2015 knapp 100 Bürgerinnen und Bürger der Einladung von Bürgermeister Heim zur Bürgerversammlung in die Autalhalle gefolgt.

Bürgermeister Heim begrüßte die Gäste und gab einen Überblick über die seit 2013 erfolgten Maßnahmen zum Hochwasserschutz in der Gemeinde.

Am Autalbach wurde die zerstörte Rechenanlage erneuert, mit einem Vorrechen ausgestattet und eine Flutmulde (kleines Rückhaltebecken) angelegt. Kosten knapp 75.000 € an der Fils in Bad Überkingen und Hausen wurden Bäumen zur Verbesserung des Abflusses entfernt, Kosten 30.000 €.

Noch in diesem Jahr wird eine Wehranlage am Mühlkanal in Bad Überkingen für knapp 20.000 € durch den Wasserversorgungsverband gebaut – hier läuft zurzeit die Ausschreibung.

In Unterböhringen wurde am Eichwiesenbach eine leistungsfähige Verdolung mit Notablauf und kleinem Hochwasserschutzwall eingebaut. Kosten knapp 30.000 €.

In Hausen wurde die Ufersicherung am Sportplatz, eine Filsverbreiterung, eine Baumrodung und ein  neuer Ballfangzaun für knapp 45.000 € realisiert. Weiterhin wurde ein Grobrechen am Einlauf Ortseingang Hausen installiert. Am Einlauf wird nun noch eine PV-Leuchte zur besseren Ausleuchtung der Einsatzstelle aufgestellt. Kosten ca. 20.000 €. Ergänzend wurden noch mehrere kleine Maßnahmen realisiert.

Weiterhin erläuterte Bürgermeister Heim die bisher geflossenen Zuschüsse:

Aus dem Hilfsfond der EU konnten sämtliche Einsatzkosten der eigenen und fremden Feuerwehren sowie die Aufräumarbeiten in Höhe von 85.000 €  (100 %) komplett übernommen werden.

Für Infrastruktur inkl. Radweg in Hausen erhielt die Gemeinde 296.000 € (100 %).

Für Schäden an Gewässern etc. 149.000 € (100 %).

Ausstehend sind noch Förderanträge über ca. 925.000 €. Hier erwarten wir zeitnah Antwort vom Land. Auch privat laufen noch Anträge im 6-stelligen Bereich.

Insgesamt erhielt die Gemeinde bisher 530.000 € (Info: In den letzten 5 Jahren erhielt die Gemeinde über 4 Mio € Zuschüsse für Investitionsvorhaben, knapp 400.000 € flossen direkt an Gewerbetreibende und Häuslesbauer)

Auch die Vereine (TSV und SSV erhielten durch die Unterstützung der Gemeinde ihre Schäden vom Land ersetzt). Auch private Gewerbetreibende und Eigentümer erhielten entsprechende Hilfen.

Die nun folgenden konkreten Maßnahmen wurden durch die Fachingenieure vorgestellt:

Zu Anfang stellte Dr. Buchholz vom Büro Hydrotec aus Aachen das hydrologische Gutachten, das auf Grundlage der Hochwasser-Gefahrenkarten angefertigt wurde, vor. Dr. Buchholz erläuterte, dass im Hochwasserfall 90 m³/Sekunde durch die Fils fließen müssten, die momentane Leistungsfähigkeit jedoch nur knapp die Hälfte beträgt.

Um diese Idealwert zu erreichen müsste die Fils 2,50 Meter vertieft werden.

Um die Hochwassermassen im Rohrbach zurückzuhalten, müsste zwischen Unterböhringen und Hausen ein Rückhalteraum geschaffen werden, der 70.000 Kubikmeter fasst. Dies würde laut Buchholz 2,5 Millionen Euro kosten "und ist nicht wirtschaftlich".

Das Büro Hydrotec hat deshalb eine "Vorzugsvariante" erarbeitet, die einen guten Schutz bis zur Kategorie "50-jähriges Hochwasser" bietet und etwa 7,4 Millionen Euro kosten würde. Die Eckpunkte:

Hausen: Die Einläufe des Rohrbachs müssen verbessert werden. Außerdem empfiehlt Buchholz, mobile Wände anzuschaffen, die zwischen ausgewählten Häusern installiert werden. Bereits im Vorfeld wurden von Feuerwehr und Verwaltung Systeme begutachtet – hier wartet man auf einen entsprechenden Zuschuss vom Land.

Zudem soll der Mühlkanal mit einer  Wehranlage auf Höhe des Durchflusses der B 466 abgesperrt werden um eine Überflutung des Gewerbegebiets und der angrenzenden Wohnbebauung zu vermeiden.

In Bad Überkingen sieht das Gutachten eine Vertiefung und Verbreiterung der Fils vor.

Die Einzelheiten trug Peter Treuchtlinger vom gleichnamigen Landschaftsarchitekturbüro aus Oberboihingen vor. Beginnend am Ortseingang soll an den Sportanlagen und der Amtswiese das Profil der Fils aufgeweitet werden. Hier ist es möglich, dem Fluss mehr Raum zu geben um sich im Hochwasserfall auszudehnen, in der engen Ortslage ab der Brücke Bahnhofstraße muss die Fils eingetieft werden, da hier aufgrund der Gebäude entlang des Flusses keine Verbreiterung möglich sei. Springender Punkt sind hier die Ufermauern. Diese bestehen nur aus Feldsteinen, die mit Beton abgespritzt wurden. Die Mauern sind teilweise auch nicht richtig gegründet – hier ist es Aufgabe zu vertiefen und die Ufermauern zu sanieren. Die Eintiefung soll bis zur Brücke der Einfahrt zur Mineralbrunnen AG erfolgen.

Die Brücke in der Bahnhofstraße hatte immer wieder für einen Rückstau der Fils in den Bereich Amtswiese geführt, da die Brücke einen ausreichenden Wasserabfluss verhinderte. Hier ist ein neues Bauwerk geplant. Die Brücke soll in schlanker Konstruktion ohne Mittelpfeiler und ca. 70 cm in der Brückenmitte höher als bisher ausgeführt werden, um einen optimalen Durchfluss zu gewährleisten. Hier sind auch Umbaumaßnahmen an der Bahnhofstraße notwendig. Mit den betroffenen Grundstückseigentümern wurden bereits erste Abstimmungsgespräche geführt.

Die Pläne zu den vorgesehenen  Maßnahmen hängen in Rathaus EG bis zum 31.7.2015 für interessierte Bürgerinnen und Bürger aus.

Hochwasserwarnung am 3.01.2015

Hochwasserwarnung in Bad Überkingen, Hausen und Unterböhringen

Am Samstag dem 3.01.2015 sorgten starke Schneeschmelze sowie Regenfälle für eine Hochwasserwarnung im Bereich Bad Überkingen. Bereitsab der Mittagszeit wurden die Einläufe zu den Dolen im Ortsgebiet durch Feuerwehrkommandant Baumeister und Bauhofleiter Braun überwacht. Auch Bürgermeister Heim war in dauerhaftem Kontakt mit den zuständigen Stellen.

Gegen 22 Uhr wurde die Situation in Hausen kritisch, da der Rechen am Ortsausgang Hausen zu verstopfen drohte. Vorsorglich wurde, wie im kürzlich erhaltenen Hochwassergutachten vorgeschlagen, durch die Feuererwehrabteilungen Hausen und Bad Überkingen an den Einfahrten zur Schulstraße sowie auf der Kreisstraße eine Barriere errichtet um das Wasser kontrolliert in den Mühlkanal zu leiten. Da die Dole am Ortseingang trotz großer Wassermassen und Treibgut nicht verstopfte, konnte die Überflutung der Ortsmitte verhindert werden.

In Unterböhringen wurde durch Hangwasser ein Gebäude in der Bergstraße gefährdet und durch die Abteilung Unterböhringen mit Sandsäcken gesichert. In Bad Überkingen entschieden sich Bürgermeister Heim und Feuerwehrkommandant Baumeister, die Tiefgaragen im Bereich der Amtswiese vorsorglich wegen des steigenden Grundwasserspiegels zu evakuieren. Leider konnte auch dieses Mal erst nach geraumer Zeit ein Ansprechpartner der Hausverwaltung erreicht werden – dies macht leider ein schnelles Handel in Krisensituationen schwierig.

Ärgerlich war, dass die Dolen insbesondere am Autalbach und am Rohrbach zwar für ein 2- jähriges Hochwasser (wie am Wochenende) ausreichend sind, diese jedoch dauerhaft verstopfen. Leider ist dies hauptsächlich auf die Unvernunft der Grundstücksbesitzer entlang der Bäche zurückzuführen. Wie auf den Bildern ersichtlicht, blockierten Europaletten sowie gesägte Balken die Rechen am Autalbach und Rohrbach – bei diesem Treibgut ist auch die leistungsfähigste Rechenanlage schnell verstopft.

Die Gemeinde weist darauf hin, dass die Gewässerrandstreifen von Bebauung sowie Lagerung schwimmfähigen Materials freizuhalten sind!

Treibholz
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Hochwasser 2013
Hochwasser 2013

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